Wie Sie die Weihnachtszeit genießen auch wenn Sie lieber flüchten würden bis der Trubel vorbei ist

7 Schritte zu einem entspannten Umgang mit der Weihnachtszeit

Die einen kriegen glänzende Augen, wenn sie daran denken. Sie können es kaum erwarten, den ersten Glühwein auf dem Weihnachsmarkt zu genießen und bei Weihnachtsliedern im Radio die ersten Geschenke und Weihnachtsdeko für die Wohnung zu ergattern.

 

Andere kriegen einen wehmütigen Zug um die Augen, wenn nur das Wort Weihnachten fällt. Sie würden gerne in einem tiefen Loch versinken und erst wieder hervorkommen, wenn der Spuk vorbei ist. Manche reisen bis ans Ende der Welt und müssen selbst da damit rechnen, mit einem geschmückten Weihnachtsbaum überrascht zu werden, weil der Hotelier es gut mit seinen Gästen meint. Andere verkriechen sich zu Hause und kriegen jedesmal schlechte Laune, wenn irgendwo schon wieder etwas weihnachtlich geschmückt ist.

 

Wenn Sie sich in der letzten Gruppe wiedererkennen, zeige ich Ihnen hier, was Sie tun können, um trotzdem eine gute Zeit zu haben.

 

Wir können das alles nicht abschaffen und verkriechen ist auch schwierig. Aber wir können unsere Gedanken ändern. Und damit auch ein bisschen unsere Welt.

 

Wenn wir die richtigen Hebel im Kopf bewegen, können wir mehr ändern als wir denken. Ich lade Sie ein, sich die folgenden Fragen zu beantworten und damit herauszufinden, welche Änderungen für Sie möglich sind. Versuchen Sie, so ehrlich wie möglich zu sich selbst zu sein. Nehmen Sie sich ein wenig Zeit. Wenn möglich, bearbeiten Sie die Fragen schriftlich.

  1. Versprechen Sie sich, ganz ehrlich zu sich zu sein, lehnen Sie sich einen Moment ganz entspannt zurück und stellen sich die folgende Frage: Ist es wirklich wahr, dass diese Vorweihnachtszeit so schrecklich ist?

  2. Falls Sie jetzt inbrünstig mit "Ja" geantwortet haben, fragen Sie sich nun: Gibt es eine vielleicht doch eine kleine Ausnahme? Irgendetwas, das sie an dieser Zeit schätzen? Welche Kleinigkeit gefällt Ihnen vielleicht doch an dieser Zeit? Schreiben Sie mindestens drei Dinge auf, die Sie in diesen Tagen - trotz allem - genossen haben. Was davon würden Sie gern öfter tun und was können Sie direkt ab morgen einplanen?

  3. Wie fühle ich mich in dem Moment, in dem ich wieder denke, dass alles so fürchterlich ist und wie würde ich mich fühlen, wenn es diese Gedanken in meinem Kopf gar nicht gäbe? Wenn ich diesen Gedanken gar nicht denken könnte? Schreiben Sie drei Gefühle auf, die bei Ihnen aufkommen.

  4. Wann war Weihnachten zuletzt richtig schön für Sie? Vielleicht liegt das schon viele viele Jahre zurück... Suchen Sie sich einen Zeitpunkt in der Vergangenheit, wann es zuletzt so richtig schön war. Stellen Sie sich den Augenblick mit allen Sinnen vor, so als wäre es heute. Schwelgen Sie in dem Moment! Was genau war so schön? Wenn Sie jetzt sagen, ja, da war ja auch alles ganz anders und das ist jetzt nun mal unwiederbringlich vorbei, dann haben Sie natürlich recht. Stellen Sie sich trotzdem die Frage: Was genau hat mich glücklich gemacht? Welches Bedürfnis steckte dahinter? Wie kann ich mir dieses Bedürfnis heute auf andere Art erfüllen? Finden Sie drei Dinge, die Sie tun können, um dieses Beürfnis zu erfüllen. Was können Sie direkt ab morgen einplanen?

  5. Wenn Sie an die Weihnachtsfeste in Ihrer Kindheit denken und es Sie traurig macht, dass es heute nicht mehr so ist: Was davon ist unwiderbringlich vorbei und lässt Sie trotzdem lächeln? Erinnern Sie sich an drei besonders schöne Momente und speichern Sie sie in Ihrem Kopf ab. Schreiben Sie sie auf und nehmen den Zettel wieder immer zur Hand, wenn Sie in schlechte Stimmung kommen.

  6. Machen Sie ein Gedankenexperiment. Stellen Sie sich vor, Sie sind rundum glücklich. Sie haben genug Geld und genießen das Leben. Alles ist perfekt. Wie sieht in einer solchen Situation Ihr Weihnachtsfest aus? Wie verbringen Sie die Zeit? Schreiben Sie so viele Alternativen ein, wie Ihnen einfallen. Dann schauen Sie, was Sie vielleicht auch heute, vielleicht in kleinerer Form, umsetzen können. Schreiben Sie drei Dinge auf, die Sie sofort umsetzen können.

  7. Machen Sie sich selbst ein Geschenk: Woran haben Sie Spaß? Was macht Ihnen richtig Freude? Ein Tag in der Sauna? Ein Tag im Bett? Ein Spaziergang im Wald? Stellen Sie sich Ihre Wunschliste zusammen und nun suchen Sie sich einen heraus, der - vielleicht auch nur in Teilen - erfüllbar ist und machen Sie sich die Freude.

Vielleicht erscheinen Ihnen diese Fragen seltsam. Das liegt daran, dass wir uns solche Fragen nicht so oft stellen. Dennoch können wir durch solche Fragen unser Gehirn herausfordern, zu einem Umdenken kommen und dadurch auch Situationen verbessern. Wenn es zum ersten Mal nicht klappt, versuchen Sie es einfach zu einem späteren Zeitpunkt nochmal.

Ich wünsche Ihnen eine entspannte Vorweihnachtszeit.

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